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Even Jesus...

Samstag, 5. Juli 2008

Jesse Helms

Ich erwägte zuerst, ein ILvtK über ihn zu machen, aber er ist kein Künstler und der Künstler ist nicht tot.
ABER:
Der Künstler hat das vorausgesagt, was aufgrund seines fortgeschrittenen Alters eigentlich nicht verwunderlich ist, jedoch viele nicht-rechte Nicht-Fundamentalisten freuen wird.
Wen ich meine? Den hier.
Und welchen Künstler ich meine? Diesen da.

P.S.: lulz he died on 4th of July

Mittwoch, 18. April 2007

Ö, Ö, Oettingaaaaaa!!

Nachdem jetzt das Oette-Bashing von jeder größeren und kleineren Zeitschrift in Deutschland praktiziert wird, dachte ich mir, ich sollte auch mal auf den Zug aufspringen und meinen Senf dazugeben. Fangen wir an mit Herrn Günther Oettinger (wieso heißen Politiker eigentlich immer Günther, Wolfgang oder Helmut?), dem zukünftigen Ex-Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg (ihr wisst schon, die, die alles können außer Hochdeutsch). Er ist ein Mann. Und er hat Haare. Oh, und er ist überzeugter Christ. Herr Oettinger tritt für einen Staat mit christlichem Fundamentalismus ein. Angefangen hat er in der JU, wo sich früh sein Talent zeigte, durch unqualifizierte und/oder unüberlegte Aussagen in jedes erdenkliche Fettnäpfchen zu springen. Er bezeichnete bspw. die Frauen-Union in den 80ern als KRAMPFADERNGESCHWADER (das ist allerdings noch relativ lustig) oder forderte 1989 das Verbot vom Motorradfahren auf öffentlichen Straßen. Leider wurde diese Forderung komplett missverstanden:
Geilo-Günni, wie ihn seine Freunde nennen, sah damals schon den Mauerfall kommen. Er machte sich deshalb nur Sorgen um seine Mitbürger. Denn Crashtests haben gezeigt, dass bei einem Zusammenstoß von Trabant und Motorrad das Motorrad mit einiger Sicherheit zumindest einen Lenkgabelbruch erleidet, der Trabant sogar in der Mitte zerteilt wird! Es war nur die Forderung eines vorübergehenden Verbots, zumindest so lange, bis man die Mauer wieder aufgebaut hat. Jetzt, als Ministerpräsi von Baden-Württemberg, hat er - eigentlich ein netter Kerl, nur eben etwas "special" ("I got speech, YAAY!") - es wiedereinmal geschafft, nicht von den Menschen richtig verstanden zu werden. Mit seiner Trauerrede auf Hans Filbinger zog er unverdienterweise den Unmut von ganz Politik-Deutschland auf sich, dabei wollte er doch nur einen großen Mann ehren, nämlich ebenjenen Hans Filbinger, seines Zeichens toter Ministerpräsi von Baden-Württemberg und ehemaliger Militärrichter im glorreichen Großdeutschen Reich Ende des Krieges. Er hat nie etwas schlimmes getan... außer dem einen oder anderen Todesurteil vielleicht (im christlichen Grundgeist allerdings, ihr dreckigen Juden!).

Wie auch immer, um Günni zu helfen, seine verbalen Ausrutscher besser zu analysieren, folgen jetzt ein paar ausgewählte Zitate:


"In Trauer, aber auch voller Respekt und Hochachtung
verneigen wir uns vor einer großen Persönlichkeit,
einem herausragenden Politiker und vor seinem Lebenswerk."

Was Herr Oettinger damit sagen will, ist, dass Herr Filbinger immer im von ihm propagierten christlichen Grundsatzdenken gehandelt hat, was auch sein Lebenswerk einschließt (schließlich ist der Widerstand gegen das Weltjudentum die Aufgabe eines jeden gläubigen Katholiken).


"Nichts macht augenfälliger, was er für unser Land war:
ein großer und verdienter Demokrat.[...] Mit Hans Filbinger geht einer der Letzten, der den Aufbau unseres Landes nicht nur miterlebt, sondern auch entscheidend mitgestaltet hat."

Das ist wahr! Geilo-Günni will hier nur erklären, dass man sich nur Demokrat nennen darf, wenn man von durch die Hölle des Richterdaseins gegangen ist. Genauso die Aussage über den Aufbau des Landes: Ist doch klar, ohne die Nazis hätten wir das Land garnicht erst wieder aufgebaut!


"Die Menschen lebten damals unter einer brutalen und schlimmen Diktatur!"
Oooooch...war das wirklich soooooo schlimm... :-(
Günni53: ;_;


"Er kam bereits in den Jahren der Weimarer Zeit zu der Überzeugung, dass der Totalitarismus von rechts und auch von links nur verhindert oder überwunden werden kann, wenn sich die Deutschen wieder auf die Traditionen der christlich-bürgerlichen Kultur besinnen."
Recht so, Oette! Nur wenn wir wieder zu unseren christlichen Wurzeln zurückkehren, kann ein politischer Totalitarismus verhindert werden! Kirchlicher Totalitarismus is eh viel cooler. Word.


"Er hat seine Kommilitonen zur Standhaftigkeit gegen die NS-Vertreter aufgerufen"
Genauso wie er dazu gestanden hat.


"Auch war es sein Ziel, dass der Grundsatz von Treu und Glauben in der Wirtschaft wieder Einzug hält"
Natürlich, Oette, so is richtig. Treu und Glauben. So wie in "Ich treu dir nicht, du Jude!" oder "So glauben sie mir doch, ich bin keine Hexe! Ich verkaufe nur Kräuter!"


"Hans Filbinger hat später immer wieder erzählt, dass er als Staatsrat früh morgens um 4 Uhr aufbrechen musste, um nach mühseliger, fünfstündiger Fahrt auf maroden Straßen und nach langen Wartezeiten vor passierenden Güterzügen pünktlich zum Kabinett zu kommen."
Das erinnert mich daran wie mir mein Opa immer erzählt hat wie er immer zu Fuß acht Kilometer in die Schule laufen musste, auch im Winter und nur mit Sandalen bekleidet....


"Humanistische Bildung und christliche Erziehung, Familie, Bürgertugenden, Patriotismus - all das, wofür er sein Leben lang eintrat, erfährt heute eine neue Wertschätzung"
Christliche Erziehung, Patriotismus... genau das braucht unser Land, Oette! Nur weiter so! Für den Endsieg! btw, was sind
eigentlich "Bürgertugenden"?


"Fest verankert in der christlich-abendländisch-europäischen Kultur, und gleichzeitig der Zukunft zugewandt[...]"
WTF, ich glaub der Günni weiß nicht was ein Paradoxon ist oO

Even Jesus hates you!

jesushate
Jesus liebt alle Menschen. ALLE Menschen, sogar Kinderschänder, Nazis, Kriegstreiber und Sklavenhalter. Er hatte viele gute Ideen und starb, weil er glaubte, er erlöse damit die Menschheit von seinen Sünden. Hätte er allerdings gewusst was nach ihm kommt, wäre er wahrscheinlich stande pede in den Himmel aufgefahren und hätte den Leuten den Stinkfinger gezeigt. Wir haben seit der Christianisierung - ein Produkt römischen Machtstrebens - viele glorreiche große Männer und Frauen hervorgebracht, wie die mittelalterlichen Päpste, absolutistische Herrscher, religiöse Fundamentalisten (die, die zu Gewalt aufrufen, nicht Jesus, DU DUMMBATZ!), Hitler, Stalin, die roten Khmer, Idi Amin, das Apartheidsregime in Südafrika, Musikproduzenten, Topmanager multinationaler Konzerne mit pervers fetten Abfindungen, Kim Jong-Ill, Mahmud Ahmadinedschad, Schorsch Dabbelbusch und deine Mudder. Auch Jesus hat schon Leute doof gefunden (Originalzitat: "Je3z00s777: F1cK d!Ch p0N7Iu5!!!!111 D4rN h4XXXX!!!1"). Diejenigen, die in der heutigen Zeit durch besondere Aktionen auffallen, werde ich hier mal von Zeit zu Zeit auffe Kimme und aufs Korn nehmen.

(Die Idee hierfür habe ich von www.loljesus.com geklaut, harharhar)

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